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Statuten der Freiwilligen Feuerwehr Oberiberg von 1925

Die Original-Statuten unserer Feuerwehr von 1925  sind zu Vorschein gekommen, klicken Sie auf das Bild und sehen Sie sich dieses interessante Dokument an!

30.08.06 / Werner Bindschedler, Fw Oberiberg


Feuerwehr Oberiberg von 1913 bis 1984

Am 30. November 1913 gründen 19 Mann die Freiwillige Feuerwehr von Oberiberg. Um das nötigste Material zu beschaffen, sind die Feuerwehrmänner gezwungen Geld zu sammeln. Daher beschliesst der Verein im Jahr 1915 der Gemeinde den Antrag zu stellen, die Feuerwehr zu übernehmen. Die Gemeindeversammlung lehnt jedoch diesen Antrag ab und weigert sich auch die Feuerwehr finanziell zu unterstützen. Die Feuerwehr meistert aber diese schwierige Phase dank einer guten Führung.

1918    Die Feuerwehr erhält den ersten Hydrantenschlüssel, weil der Schlüssel der Wasserversorgung Moos nicht immer vorhanden war.

1919    Es werden neue Leitern in Auftrag gegeben.

1920    Von der Raiffeisenbank werden Fr. 500.- ausgeliehen um neues Material zu beschaffen, darunter je 10 Helme und Rettungsgürtel.Der Verein zählt nun 27 Aktivmitglieder. Die neuen Leitern stehen nun zur Verfügung, die längste misst 12 Meter.

1921    Im Zeughaus Schwyz werden für Fr. 3.- pro Stück 50 Waffenröcke gekauft. Die grosse Leiter wird mit Streben ausgerüstet.

1922 Ein Antrag an die Gemeinde, den Beitrag an die Feuerwehr von Fr. 200.- auf Fr. 400.- zu erhöhen, wird abgelehnt. Am 31. Juli 1922 wird die Oberiberger Feuerwehr zur Unterstützung bei einem Grossbrand in Studen aufgeboten. Die Oberiberger erhalten den Auftrag weitere Häuser gegen Flugfeuer zu schützen. Da weder Hydranten noch andere Löschmittel im Dorf vorhanden sind, brennen sieben Häuser nieder.In diesem Jahr tritt die Oberiberger Feuerwehr dem schweizerischen Feuerwehrverein bei.

1923    Für Fr. 600.- kann eine Spritze mit Schlauchwagen und 200 Meter Schlauch gekauft werden.

1926    Ein Feuerwehrhaus wird gebaut, die Raiffeisenbank gewährt dafür einen Vorschuss, alle Mitglieder leisten Fronarbeit. Nun zählt die Feuerwehr 36 Aktivmitglieder.

1928    Bei einer Alarmübung wird festgestellt, dass das Horn zu wenig gehört wird, man beschliesst zur Alarmierung künftig die Kirchenglocken läuten zu lassen.

1929     Die Gemeinde erhöht den Beitrag von Fr. 200.- auf Fr. 300.-

Am 18. Februar steht ein Stall in der Bogenmatt in Vollbrand.

1933    Brand eines Wohnhauses bei der Kirche.

1934    Je ein Brand beim "Chiläsefi" und in der Schreinerei werden erfolgreich bekämpft.

1935    Die Oberiberger organisieren die Delegiertenversammlung des kantonalen Feuerwehrverbandes. Ein Brandfall in der Jessenen.

1936    Ein Leiterwagen wird gekauft. Brandfall in der Gschwend.

1938    Das 25-Jahr-Jubiläum wird gefeiert.

1939    Der Kanton subventioniert Anschaffungen mit 40-45 %.

1944    Anstelle des Gemeindebeitrages von Fr. 300.- erhält der Verein die Feuerwehrsteuer von ca. 370.- pro Jahr. (Jeder Bürger bezahlt Fr.4.- plus 50 Rp. pro 1000 Fr. Vermögen.)

1945    Zwei Brände in Wirtschaften müssen gelöscht werden. Skifahrer hatten im Roggenstock ihre Kleider zu nahen am Ofen aufgehängt. Im Hirschen kommt es zu einem Kaminbrand.

1949    Acht Kameraden werden mit Kübelspritzen ausgerüstet.

1950    Am 26. Januar brennt ein Haus im Tschalun, nur mit grosser Mühe können die Nachbar-Gebäude gehalten werden. Am 12. Oktober kommt es auch noch zu einem Stallbrand in der Frimatt.

1952    Die Feuerwehr Oberiberg wird zur Unterstützung nach Unteriberg gerufen, wegen des starken Schneefalls kommen sie gerade rechtzeitig zum "Znüni" am Brandplatz ein. Ein weiterer Brand wird durch einen Blitzschlag ausgelöst und äschert den Weidstall in der Michelmatt ein.

1953    Bei einem Gewitter werden gleich zwei Brände durch Blitzschlag verursacht, zwei Ställe brennen vollständig nieder.

1954    Auch dieses Jahr müssen wieder einige Kaminbrände gelöscht werden. Ein Brand mit grosser Rauchentwicklung im Posthotel kann rechtzeitig gelöscht werden.

1955    Ein gefährlicher Zimmerbrand kann dank rechtzeitiger Entdeckung durch Kirchgänger erfolgreich gelöscht werden.

1956    Einige Feuerwehrleute sind in Unteriberg bei einem Brand im Einsatz, diese Brand fordert zwei Todesopfer.

1958    Jeder Feuerwehrmann erhält einen Stahlhelm. Eine Scheune in der Guggeren brennt infolge Blitzschlages nieder.

1963    Das 50-Jahr-Jubiläum wird gefeiert. Der Verein zählt jetzt 38 Aktivmitglieder.

1964    Die Delegiertenversammlung findet wieder in Oberiberg statt. Das Feuerwehrhaus wird renoviert. Der erste Brand in diesem Jahr betrifft den Stall des neuen Feuerwehr-Kommandanten. Die alte Feuerwehrspritze wird verkauft.

1966    Am Schluss der Generalversammlung gibt es einen Feueralarm, der Brand des Hauses Sternen im Tschalun kann rasch gelöscht werden.

1967    Hydranten und Schlauchmaterial werden auf Storz-Kupplung umgebaut. Ein Elektro-Korps wird gebildet und der Telefonalarm wird eingeführt.

1969    Eine Motorspritze Typ 2 wird von der Gemeinde zur Verfügung gestellt.

1970    Der Feuerwehrdienst im neu erbauten Sportzentrum Hoch-Ybrig wird von der Oberiberger Feuerwehr übernommen.

1971    Im Hoch-Ybrig kann der Brand der "Mettlers Hütte" mangels Löschwasser nicht gelöscht werden. Dank raschem Motorspritzeneinsatz kann das Haus Dettling in der unteren Jessenen gehalten werden, obwohl der brennende Schopf sehr nahe ist.

1973    Nun ist die Gemeindekanzlei zuständig für das Rechnungswesen der Feuerwehr und muss das notwendige Material zur Verfügung stellen. Die Feuerwehr-Ersatzsteuer wird auf Fr. 20.- erhöht. Von nun an steht auch Ölwehrmaterial zur Verfügung, 2 Mann besuchen einen Ölwehrskurs. Im Juni geht der Sagenbach über die Ufer, was einen Einsatz zur Folge hat.

1974    Hochwasser im Neuseewen und im Gebiet Roggenstock-Dolen, einige Untergeschosse müssen ausgepumpt werden.

1977    Schon zum dritten Mal findet die Delegiertenversammlung in Oberiberg statt. Im Gebiet Tannboden bricht infolge der langen Trockenheit ein kleiner Waldbrand aus. Als Löschmittel dienen Schaumlöscher und Wasser aus der Tause (dieser Einsatz wird sogar in der Presse auf humoristische Weise hervorgehoben). Am 31. Juli erfordert ein sehr starkes Gewitter den Einsatz der Wasserwehr.

1978    Der erste Einsatz beginnt bereits in der Silvesternacht, ein Wohnungsbrand wegen eines defekten Fernsehers erfordert den Einsatz der Feuerwehr.

1981    In diesem Jahr wird der Atemschutz eingeführt und das Feuerwehrhaus einer gründlichen Renovation unterzogen. Am 30. August brennt der Stall bei der Kapelle vollständig nieder, jedoch kann das nahe liegende Wohnhaus gehalten werden.

1982    Am 18. Mai erhält die Feuerwehr ein Tanklöschfahrzeug, welches schon im ersten Jahr bei fünf kleineren Einsätzen gebraucht wird, unter anderem auch für einen Holzsilo-Brand in Unteriberg. Es wird beschlossen, dass bei einem Ernstfall auf der Ibergeregg auch die Oberiberger Feuerwehr alarmiert wird, dies wegen des kürzeren Anfahrtswegs gegenüber dem der Schwyzer Feuerwehr.

1983    Die Gemeinde bewilligt Überkleider für die ganze Mannschaft. Für sieben TLF-Fahrer wird der Sonn- und Feiertags-Pikett eingeführt.

1984    Am 2. August brennt das alte Schützenhaus in Neuseewen nieder, Grund ist unvorsichtiger Umgang mit Feuerwerk. Ein gefährlicher Schwelbrand in einem Ferienhaus erfordert den Einsatz des Atemschutzes.

 

Zusammenfassung aus dem Heft: 75 Jahre Freiwillige Feuerwehr Oberiberg

04.06.04 / Werner Bindschedler, Fw Oberiberg

Fotos: zvg

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